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| Stories › Logbuch vom Fotoshooting |
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... oder das "Making Of" des CD-Covers.
Freitag, 14. März 2003 von Andreas Greger (a.k.a. Stype)
Bei mir im Hause waren die Renovierungsarbeiten seit ungefähr drei Wochen im vollen Gange und ich musste demnach ein Notquartier beziehen, weil meine eigentliche Ruhestätte beim besten Willen nicht mehr anheimelnd aussah. Da kam die Bitte, beim Fotoshooting mit Hilfsbereitschaft zu glänzen, allemal recht.
Noch schnell den Wagen von der Mutter organisiert und schon stand ich pünktlich Freitag um 10 Uhr (Welch studentenfeindliche Zeit!) auf der Matte - ebenso Francois. Das Problem: Die Hauptakteure (Fotograf, Ausrüstung, Fahrerin der Ausrüstung... ach ja: und Markus) steckten im Berliner Berufsverkehr fest, so dass für uns beide genügend Zeit blieb, sich im Auto ein wenig zu stärken.
Es wurde 11h, bis die Märtyrer der Rush-Hour um die Ecke bogen und nach einer kurzen Verschnaufpause konnte es schließlich losgehen. Fahrt in den Tegeler Forst, genauer gesagt zur Malche (für die Ortsunkundigen: Ein beliebter Treffpunkt am Tegeler See mit angrenzendem Abenteuerspielplatz.), Ausrüstung gottseidank komplett vorhanden, nur die beiden Vollblutmusiker mussten sich noch in ihre formschönen Hemden zwängen - ein bei ca. 10 Grad Celsius sicherlich kein angenehmes Unterfangen, aber was tut man nicht alles für Ruhm und Ehre...Schnell noch von Sascha eine Digicam in die Hand gedrückt bekommen, mit dem Auftrag, die Szenerie (respektive die Qual der beiden, die in ihren Freizeithemden bei den Temperaturen nicht gerade von Hitzewallungen geplagt waren) zu dokumentieren. Die Ergebnisse sieht man ja hier auf der Seite, auch unsere Visagistin hat einige äußerst sehenswerte Bilder beigesteuert (Credits müssen sein!).
Weg von der Selbstbeweihräucherung und zurück zum Tagesgeschehen: Während die Lazy Guys gar voller Enthusiasmus in den Bäumen für das Cover posierten, kam bei mir doch leichte Schadenfreude ob des langen Wartens zu Beginn auf. Währte allerdings nicht lange, da dies die letzte Außeneinstellung war und wir zu unserer zweiten "Location" (im Neudeutschen heißt das wohl so) aufbrechen konnten - dem "Break". Dort war eigentlich so gut wie alles angenehmer: Die Temperaturen, die Lebensmittelversorgung, Sitzgelegenheiten ohne eingebaute Nierenentzündungsgarantie - kurzum: Angenehmer. Schwieriger hingegen die Beleuchtung, was man aber dem Fachmann überlassen konnte. Währenddessen befand sich die Band in der Schminke - ein routinierter Ablauf, könnte man meinen. Nur schlugen die Strapazen des Vormittags und des vorangegangenen Shootings nicht nur auf das Gemüt der Beteiligten, auch eine Kamera versagte ihren Dienst, so dass Sascha (unser Haus- und Hof-Fotograf) ein Ersatzmodell nehmen musste. Ob es das Ergebnis am Ende verfälscht hat, sei den Experten überlassen. Ich hatte während der Aufnahmen die glorreiche Aufgabe, das weiße, runde Tuch hochzuhalten (erkennt man auf einigen Bildern) - dies sogar in mehreren Variationen ("Höher, nicht ganz so hoch, setze dich mal weiter ran, nein, weiter weg." - usw.). Aber immer noch besser, als sich schadenfroh oder aus Kälte (unzutreffendes bitte streichen) die Hände im Wald zu reiben.
Es war Nachmittag gegen 16h, als alle Bilder im Kasten waren. Am Ende blieb bei allen die Erkenntnis, dass Fotoshootings sich bei weitem stressiger gestalten als es die Bilder erahnen lassen - man kann den Aussagen des Model-Nachwuchses in den VIP-Magazinen des Feierabends also ruhig Glauben schenken.
Was mich anging, standen noch Renovierungsarbeiten bis in den Abend hinein an - für die Statistik: Das Zimmer war ab Mitte April wieder bewohnbar.

Siehe auch: Das Fotoshooting aus der Sicht des Fotografen
Mehr Bilder zur Story: Bilder vom Fotoshooting 2003
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