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| Stories › Logbuch vom Videodreh - erster Teil |
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... Autoklau kann auch Spaß machen.
Anfang Oktober 2003 von Andreas Greger (a.k.a. Stype)
An das genaue Datum kann ich mich nicht mehr erinnern - ich glaube, es war der 11. Oktober. Auf jeden Fall ein Samstag und der erste Teil des Mammutprojekts "Video". Über die Tatsache war sich wohl jeder im Voraus klar war, aber man verdrängte sie wohl so gut es ging. Soviel sei vorweggenommen: Am Ende war wohl jeder von uns etwas schlauer.Tags zuvor bereits die ersten Bedenken, da einiges an sperrigem Video-Equipment durch die Stadt zu manövrieren war und man schon eine gewisse Vorfreude auf den evtl. anstehenden Berufsverkehr entwickelt hatte. Doch kommt es immer anders als man denkt - stressfreier hätten Hin- und Rückfahrt kaum sein können und mir kam es so vor, als ob wir die meiste Zeit im Laden für das Equipment verbracht haben. Egal - es war Samstag, der Videodreh stand an und damit war wieder ein guter Grund gefunden, sich vor 12h aus dem Bett zu schälen - nur wann genau, ist in meinen Hirnwindungen verloren gegangen. Ich tippe auf 8h. Treffen bei Markus, Shakehands mit allen Beteiligten, ein wenig am Kaffee nippen und dann los.
Zunächst Außenaufnahmen, Ort: Nähe U-Bhf. Osloer Straße. An sich nicht sonderlich stressig, da ich nur auf ein paar Jacken aufpassen, bzw. das ein oder andere an Equipment hinterherschleppen musste - diese Rolle hatte ich mittlerweile ganz gut einstudiert. Noch spielte das Wetter für Herbstverhältnisse mit, die Aufnahmen waren nach ca. einer Stunde (die Markus und ich eher mit irgendwelchem Schabernack an einer nahegelegenen - überdachten - Bushaltestelle verbrachten) auch wohl im Kasten, oder es drückte etwas der Zeitplan, da das Billard-Café "Break" (das man evtl. noch vom Foto-Shooting her kennt) nur für eine bestimmte Zeit reserviert war.
Also: Rüberfahren, aufbauen, ausleuchten, wie man das als "Profi" (Hallo an die Regie) eben so macht. Wenigstens war es geheizt und man konnte sich setzen. Irgendwann der Ruf nach mir, dass ich als Barmann aushelfen sollte. "DIE Chance!" dachte ich mir, die Rolle war mir eh wie auf den Leib geschrieben und damit bin sogar ich im Video verewigt. Hätte mir nie im Traum ausmalen können, was für ein Timing eine Szene erfordert, die aus dem Betreten einer Bar, dem Platznehmen auf die Barhocker und aus dem Servieren zweier Milchgläser besteht. Doch, auch ich habe währenddessen eine Menge gelernt, aber für die Moral muss der geneigte Leser sich schon noch gedulden - die kommt für gewöhnlich erst am Schluss.
Anschließend Außenaufnahmen zum zweiten - wieder an der Osloer Straße, diesmal mit sportlichem Akzent. Kurz zum Inhalt der Szene: Die Lady, die gerade das Portemonnaie von Markus in ihren unrechtmäßigen Besitz genommen (sprich: geklaut) hat, setzt zur spektakulären Flucht vom Tatort an. Dies inklusive Verfolgungsjagd durch den Geschädigten zu Fuße - das klingt nach dem körperlichen Einsatz, den die MTViva-Generation sehen will, nicht? Nun denn, zumindest vor Ort war es schon beachtlich, den "Geschädigten" immer wieder auf's neue den 100m-Sprint hinlegen zu sehen. Hätte sich wirklich gelohnt, die Takes zu zählen, aber so kam Markus wohl zu den Sporteinheiten, die ihm nach dem Schulabschluss gefehlt haben dürften. Ein paar Nahaufnahmen vom Auto auf der Flucht, dann war auch die Szene im Kasten und der Drehtag beendet. Das dicke Ende sollte erst noch kommen.

Hier geht's zum zweiten Teil: Logbuch vom Videodreh - zweiter Teil
Mehr Bilder zur Story: Bilder vom Videoshooting 2003
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